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  Game Cube Reviews



Pikmin


Short Info

Allgemein:
Erscheinungsjahr: 2002 (PAL)
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Genre: Geschicklichkeit
Schwierigkeitsgrad: Leicht-Mittel
Spieler: 1
60Hz Modus: Nein
Memory Card: 19 Blöcke

Wertung:
Singleplayer:  93%
Multiplayer:  -



Pikmin ist mit einer der Starttitel für den Game Cube gewesen und bringt auch gleich ein erfrischend neues Gameplay mit sich. Man kann es beschreiben als eine Art Lemmingsverschnitt, aber doch wieder ganz anders. Doch zunächst einmal zur Geschichte des Spiels.

Olimar, der nicht größer als eine Fingerkuppe großer Außerirdischer, ist grade im Weltraum mit seinem Raumschiff unterwegs als er von einem Meteroiten getroffen wird und dadurch gezwungen wird auf einem Planeten Notzuladen. Nach der (Bruch) Landung bemerkt er dass anscheinend so gut wie alle Teile des Raumschiffes auf dem ganzen Planeten verstreut wurden sind. Schon am Rande der Verzweiflung, jemals wieder zu seinem Heimatplaneten zurückkehren zu können, macht er eine Entdeckung indem er ein rotes etwas aus der Erde zieht das er "Pikmin" tauft. Bald stellt sich heraus das diese Pikmin ihm bei der Suche nach seinen Raumschiffteilen hilfreich sein können und macht sich mit neu geschöpften Mut auf die Suche nach den Teilen, in der Hoffnung den Planeten wieder verlassen zu können. Allerdings drängt die Zeit da er nur noch für 30 Tage Sauerstoff hat...

Soweit zur Story, nun wollen wir uns das Spiel mal genauer ansehen.



Wie schon erwähnt ist das Gameplay erfrischend neu. Man erledigt praktisch alle Aufgaben indirekt über die Pikmin, denn selber kann man nicht sonderlich viel ausrichten. Die Pikmin folgen einem, sofern man sie markiert hat, auf Schritt und Tritt und kann ihnen Befehle geben. Wobei sich die Befehle auf werfen, stoppen und zurückrufen beschränken. Es gibt 3 verschiedene Arten von Pikmin (rote, gelbe und blaue) die jeweils unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Rote sind beispielsweise gegen Feuer resistent und gute Kämpfer, hingegen gelbe besonders hoch geworfen werden und Bomben legen können und blaue durch Wasser unbeschadet laufen können. An bestimmte Stellen gelangt man nur wenn man die Fähigkeiten geschickt ausnutzt oder kombiniert. So z.B. mit gelben Pikmin ein hochgelegenes Raumschiffteil erreichen und beim Rückweg, welcher durch Feuer führt, zu den Roten zum Abtransport wechseln. Insgesamt kann man maximal 100 Pikmin gleichzeitig in dem Level haben, aber man kann mehr als diese 100 "ernten" und in dem Schlafplatz der Pikmin aufbewahren als Reserve, denn man kann natürlich auch Verlusste erleiden.



Natürlich stellen sich einem auch Gegner in den Weg wovon es einige verschiedene Arten (welche grundsätzlich vom Aussehen her Insekten gleichen) gibt, die man mit unterschiedlichen Taktiken besiegen muss. Z.B. erweist es sich als Ratsam manche Gegner mit einigen Pikmin an den Füßen festzuhalten damit sie sich nicht mehr bewegen können und dann erst zu attackieren. Größere Gegner bei denen man ein Raumschiffteil bekommt, nachdem man dieses besiegt hat, erfordern meist ebenfalls eine besondere Taktik. So muss man z.B. ein Pikmin auf einen bestimmten Punkt am Gegner werden damit dieser den Panzer öffnet und ihm dann Energie abziehen kann.



An der Grafik gibt es eigentlich nicht viel auszusetzen. Die Gegner und Pikmin sind schön modelliert und liebevoll animiert und auch an der Umgebung gibt es nicht viel auszusetzen. Lediglich einige Texturen wirken bei näherer Betrachtung etwas unscharf, was aber nicht weiter stört da man das Spiel meist sowieso mit einer weiter weg gestellten Kamera spielt. Da wir grad schon am Punkt Kamera angelangt sind kann man sagen dass man 3 verschiedene Zoom-Stufen hat, die Kamera frei schwenken und sich zwischen Vogelperspektive und Schrägansicht entscheiden kann. So was wie eine automatisch bewegliche Kamera die sich automatisch gut positioniert gibt es nicht und man stellt sich die beste Ansicht durch Rotieren und Schwenken meist selber ein, was aber auch nicht störend ist.
Am Sound gibt es auch nichts auszusetzen. Die diversen Geräusche von den Pikmin, Landschaft und Gegnern hören sich allesamt sauber und überzeugend an. Die Musikuntermalung ist auch gut gelungen und hält sich dezent im Hinterund auf und wirkt dadurch auch nicht nervend was gut hätte sein können wenn man ein Level relativ oft spielen muss.


Fazit:
Allzu lange ist die Spielzeit nicht da man das Spiel in 30 (Spiel) Tagen geschafft haben muss, wobei ein Tag in der Pikmin Welt 15 Minuten entsprechen. D.h. man hat etwa 7 Stunden an Spielzeit, allerdings hat man in dieser Zeit aber auch durchgehenden hohen Spielspaß. Es macht einfach Spaß die Pikmin zu dirigieren und zu den entlegensten Orten des Planeten zu führen. Nach dem Durchschaffen wird die gebrauchte Zeit, die gezüchteten Pikmin, die gestorben, usw. protokolliert und als Highscore abgespeichert.
Ebenfalls steht einem noch der Spielmodus "Challenge" zur Verfügung in dem man ein einem Tag versuchen muss so viele Pikmin wie möglich zu züchten. Ebenfalls wird dies in einer Highscoreliste gespeichert.
Also, allen die damals Lemmings geliebt haben werden auch mit diesem Spiel glücklich werden. Allein die etwas zu kurze Spielzeit ist ein Manko, welches sich aber durch den hohen Wiederspielwert ausgleicht. Alles in allem ist Pikmin ein Must-Have Spiel für den Game Cube und gehört in jede Sammlung.

verfasst: 08.02.04


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